Emaille in der Küche...statt Plastik...eine alte Erfindung neu entdeckt
1788 wurde in Württemberg erstmals Töpfe und Küchengeräte gewerblich emailliert. Diese frühen Beschichtungen enthielten jedoch oft noch giftiges Blei. 1836 gelang es dem Wiener Chemiker und Arzt Adolf Pleischl eine absolut blei- und giftfreie Emaillemischung zu entwickeln. Dies war der Startschuss für den massenhaften Einsatz in der Küche im 19. und 20. Jahrhundert. Lange vor der Erfindung von rostfreiem Edelstahl schützte Emaille das darunterliegende Eisen perfekt vor Rost. Es entstanden riesige Industriezweige. In den 1920er- und 1930er-Jahren gehörte Emaillegeschirr – von der Milchkanne bis zum Suppentopf – zur Standardausstattung fast jeder Küche in Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Emaille zunehmend durch modernere Materialien wie Edelstahl, Aluminium und Kunststoffe verdrängt.
In den letzten Jahren erlebt Küchenemaille eine starke Renaissance. Da Emaille im Kern aus Eisen besteht, ist das historische Kochgeschirr heute ohne jede Anpassung perfekt für moderne Induktionsherde geeignet.
Ich habe schöne Emaille Produkte bei Strömshaga aus Schweden und IB Laursen aus Dänemark wiederentdeckt und ins Sortiment von wedernoch aufgenommen, das ist für mich Landhauscharme pur :-)
Tägliche Reinigung:
- Abkühlen lassen: Heisse Emaille niemals mit kaltem Wasser abschrecken. Thermischer Schock erzeugt Risse.
- Weicher Schwamm: Nutzen Sie nur die weiche Seite von Spülschwämmen oder Spüllappen.
- Mildes Spülmittel: Normales Handspülmittel reicht für alltägliche Verschmutzungen völlig aus.
- Trockenreiben: Nach dem Abspülen direkt abtrocknen, um Kalkflecken zu verhindern.
Hartnäckige Verschmutzungen entfernen - Einweichen: Eingebranntes mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ein paar Stunden stehen lassen.
- Backpulver-Paste: Backpulver mit wenig Wasser zu einem Brei verrühren. Auf Flecken auftragen, einwirken lassen, feucht abwischen.
- Essig gegen Kalk: Kalkablagerungen mit verdünntem Essig oder Zitronensäure behandeln. Danach gründlich klarspülen.
- Auskoch-Methode: Bei stark verkrusteten Töpfen Wasser mit einem Teelöffel Natron oder Backpulver im Topf kurz aufkochen lassen.
Was Sie strikt vermeiden sollten:
- Keine Stahlwolle: Kratzt die Glasschicht irreversibel auf.
- Keine Scheuermilch: Enthält oft harte Partikel, die den Glanz stumpf machen.
- Keine aggressiven Säuren: Hochkonzentrierte Abflussreiniger oder scharfe Säuren greifen die Oberfläche an.
- Keine harten Schläge: Emaille kann bei Stössen mit harten Küchenutensilien abplatzen.